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Akustik-Lexikon

Akustik 
Akustik ist die Lehre vom Schall. Mit Hilfe der Akustik kann jeder Raum schalltechnisch auf den Zweck seiner Nutzung abgestimmt werden. 
Eine gute Akustik hat in jedem Fall einen direkten Einfluss auf die Arbeitsleistung, die Kommunikation und das Wohlbefinden der jeweiligen Nutzer. 

Äquivalenter Schallpegel 
Um beurteilen zu können, ob ein Geräusch über längere Zeit zu Hörschädigungen führen kann, ist es notwendig, den gesamten Einfluss wechselnder Schallpegel zu kennen. Um dies bestimmen zu können, braucht man den äquivalenten Schallpegel.
Der äquivalente Schallpegel ist der gemittelte Wert eines wechselnden Schallpegels während einer bestimmten Zeit. Hierbei ist die Menge wahrgenommener Schallenergie eines wechselnden Schallsignals gleich der wahrgenommenen Schallenergie eines konstanten Schallsignals. 

Für eine gleiche Belastung kann bei einer Halbierung der Einwirkzeit der Schallpegel verdoppelt werden. Die Schallbelastung von 8 Stunden 80 dB(A) entspricht der Belastung von 4 Stunden 83 dB(A). 

Bewerteter Schallpegel 
Der wahrgenommene Schall sollte nun als Einzahlwert angegeben werden. Indem man die Schallpegel in den verschiedenen Oktavbändern addiert, erhält man diesen Einzahlwert. Dabei muss man die Tatsache berücksichtigen, dass der Mensch tiefere Töne (< 500 Hz) nicht so gut wahrnimmt. 
Das bedeutet, dass beim Addieren der Schallpegel in den unterschiedlichen Oktavbändern die tieferen Töne (< 500 Hz) in geringerem Maße Eingang finden als die mittleren und höheren Töne. Die Schallpegel in den Oktavbändern werden, entsprechend der Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs, korrigiert. Auf diese Weise erhält man den Einzahlwert angegeben in dB (A). 

Frequenz 
Die Geschwindigkeit, mit der Schallwellen auf einander folgen, ist das Maß für die Tonhöhe. Bei langsamen Luftdruckschwankungen hören wir einen tiefen Ton. Je schneller die Schwingungen aufeinander folgen, desto höher wird der Ton.
Ein Maß für die Tonhöhe ist die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde bzw. die Frequenz (f). Sie wird in Hertz (Hz) angegeben. 
Eine Frequenz von einem Hertz bedeutet, dass der Zyklus der Schwingung einmal pro Sekunde auftritt. 

Ein gesundes menschliches Gehör ist in der Lage, Schall mit Frequenzen zwischen 16 und 20.000 Hz wahrzunehmen, wobei nicht alle Frequenzen gleichermaßen wahrnehmbar sind. 

Hall oder Nachhall 
In Räumen, die keine oder nur eine unzureichende Schallabsorptionsmaterialien enthalten, entsteht Hall. Hall entwickelt sich durch Reflexion von Schallwellen, die auf Objekte im Raum bzw. Böden, Wände und Decken treffen. 

Nachhallzeit 
Die Nachhallzeit ist die Zeit in Sekunden, in der, nach Ausschaltung der Schallquelle, der Schallpegel um 60 dB sinkt. Die Nachhallzeit wird bestimmt in den Oktavbändern von 125 Hz bis einschließlich 4000 Hz.


In der Praxis ist das 1.000 Hz-Oktavband die wichtigste Frequenz da hier das Zentrum unseres Sprachbereiches liegt. 
Die Nachhallzeiten der übrigen Oktavbänder sollten nicht zu stark abweichen. Wobei anzumerken ist, dass die tiefen Töne im Bereich von 125 Hz und 250 Hz lediglich einen geringen Einfluss auf die Schallwahrnehmung haben weil Geräusche in diesen Tonhöhen in alltäglichen Situationen in geringem Maße vorkommen und der Mensch diese Tonhöhe nicht so gut hört.


Bei der Berechnung der Nachhallzeit geht man davon aus, dass die Einrichtung und der Raum selbst bereits über eine bestimmte Menge Schallabsorption verfügen. In der modernen Architektur gibt es die Tendenz Wert auf eine einfache Instandhaltung zu legen. Dies führt zum Einsatz akustisch harter Materialien: Boden aus Stein, Kunststoff-Lamellen, Schreibtische und Schränke aus Metall. 
Das bedeutet, dass in bestimmten Fällen die Einrichtung lediglich einen geringen Beitrag zur gesamten vorhandenen Menge der Schallabsorption beiträgt. In solchen Situationen muss der größte Anteil der Schallabsorption durch die Decke erbracht werden.
Für eine gute Raumakustik ist eine große Menge an Schallabsorption notwendig. 
Unter Berücksichtigung der modernen Bau- und Einrichtungskultur führt der Einsatz von Decken mit zu niedrigem Schallabsorptionskoeffizienten zu enttäuschenden Ergebnissen. Indem man eine Decke wählt, die über einen ausreichend hohen Schallabsorptionskoeffizienten verfügt, bietet man dem Ausstatter des Raumes alle Freiheiten, die Einrichtung nach seinen Bedürfnissen zu gestalten.

 

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