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Akustische Probleme und Ursachen

Eine gute Akustik hört man nicht, eine schlechte sofort!

Akustik ist die Lehre die sich mit der Erzeugung, Ausbreitung, Reflextion und Optimierung des Schalls und dessen Wahrnehmung durch den Menschen beschäftigt.
Neben dem Bemühen einen Wohlklang hervorzurufen und Informationen zu übertragen, ist auch die Minderung von Lärm ein wesentlicher Bestandteil. 
Schon die Amphitheater der Antike erreichten ihre hervorragende Akustik durch die Dämpfung von bestimmten Frequenzen bzw. Tönen, durch regelmäßig angeordnete Sitzreihen und absorbierende Sandflächen. Störgeräusche wurden somit effektiv herausgefiltert, und die Stimmen der Schauspieler auch aus großer Entfernung gut verständlich.

Auch heute noch sind Reflexionen und der daraus resultierende Nachhall die Hauptursache für Klangverfälschungen in geschlossenen Räumen. Denn durch moderne, offene und großflächig gestaltete Architekturen und die Verwendung von schallharten Materialien wie Glas, Stein, Holz und Kunststoff, entstehen in modernen Wohn- und Arbeitsumgebungen sehr häufig akustische Probleme. In beengten Arbeitsumgebungen, wie einem Großraumbüro oder Call-Center, werden Betreiber und Angestellte häufig mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert. 

Diese dauernde Störung durch "unscharfes" und erschwertes Hören löst starken Stress aus. Wird dieser zum Dauerstress, so haben viele Untersuchungen ergeben, schmälert das nicht nur die Arbeitsleistung. Er belastet auch das Herz-Kreislauf-System, schwächt das Immunsystem und ist häufig der Grund für Burn-Out,  Depressionen und Schlafstörungen.

Die am häufigsten auftretenden akustischen Probleme sind : 

Starker Nachhall: 
Ein starker Nachhall tritt immer dann auf, wenn Räume keine, oder nur eine unzureichende Menge an absorbierenden Materialien enthalten. Treffen Schallwellen auf schallharte Objekte im Raum wie z.B. Fenster, Wände, Möbel, Böden und Decken, werden sie reflektiert. Durch offene Architekturen und den Einsatz von akustisch harten Materialien wie z.B. Holz – und Steinböden und akustisch unwirksame Büromöbel wird dieser Effekt zusätzlich verstärkt. 

Hoher Direktschallpegel: 
Ein hoher Direktschallpegel entsteht ebenfalls immer dann, wenn Räume keine, oder nur eine unzureichende Menge an absorbierenden Materialien enthalten.  Verstärkt wird dieses Problem immer dann, wenn keine wirksamen Barrieren zur Bildung von Schallschatten eingesetzt werden. Dies gilt besonders wenn Menschen sich gegenüber oder nah zusammen sitzen und dabei häufig telefonieren - wie zum Beispiel in Großraumbüros oder einem Callcenter. Werden keine wirksamen Barrieren zur Bildung von Schallschatten eingesetzt, entstehen zwangsläufig Kommunikatiosprobleme. 

Hoher Lärmpegel: 
Ein hoher Direktschallpegel ist das Ergebnis beider vorherigen Probleme. Er  beeinträchtigt nachhaltig die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, so werden  Informationsaufnahme und -verarbeitung stark gestört. In Verbindung mit dem "Lombard-Effekt" fangen Menschen in Folge an immer lauter zu reden um sich verständlich zu machen. Dies führt dazu, dass die Gesamtlautstärke steigt, was wiederum zur Folge hat, dass von allen nochmals lauter geredet wird. 

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